Ilm-Kreis
Steckbrief
- Ilm-Kreis
- Einwohnerzahl: 107.000
Die Stadt Sonneberg als Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises liegt im äußersten Süden des Freistaates Thüringen und ist seit 2013 Bestandteil der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Als einer der führenden Wirtschafts- und Dienstleistungsstandorte der Region Thüringen/Franken stellt die Stadt ein wichtiges Einpendler-Zentrum dar und bildet zusammen mit der Partnerstadt Neustadt einen räumlichen Agglomerationsschwerpunkt von 40.000 Einwohnern und 17.000 Beschäftigten. Der Großraum Sonneberg – Neustadt – Rödental – Coburg verfügt über 100.000 Einwohner und über 50.000 Arbeitsplätze.
Der Wirtschaftsstandort Sonneberg zählt zu den bedeutendsten und innovativsten in der Region zwischen Rennsteig und Obermain. Hierbei spielen traditionelle Industriezweige wie die Glas-, Keramik- und Spielzeugindustrie ebenso eine tragende Rolle wie die neuen Werkstoff- und Wasserstofftechnologien, wie die Metall-, Kunststoff- und Papierindustrie. Des Weiteren ist Sonneberg ein wichtiges Dienstleistungs-, Handels-, Handwerker- und Gesundheitszentrum für die Region.
Südlich von Erfurt erstreckt sich der Ilm-Kreis vom Thüringer Becken bis zu den Gebirgskämmen des Thüringer Waldes und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. Vom Kickelhahn, dem 861 Meter hohen Hausberg Ilmenaus, eröffnet sich ein herrlicher Rundblick über Thüringen, einschließlich des Ilm-Tal-Radwegs, der sich malerisch entlang des Flusses Ilm schlängelt. Von hier aus sind auch die zahlreichen kleinen Dörfer der Region zu sehen. Ilmenau ist eine der bekanntesten Städte des Ilm-Kreises. Sie beeindruckt nicht nur durch ihre charmante Altstadt, sondern auch durch die Technische Universität, die junge Talente anzieht. Ein weiteres Highlight ist die Stadt Arnstadt, die älteste Stadt Thüringens, die als Wiege der Bachmusik gilt. Hier lassen sich nicht nur die schönen alten Gebäude bewundern, sondern auch die musikalischen Wurzeln von Johann Sebastian Bach entdecken. Der Ilm-Kreis zählt dank seiner hervorragenden Infrastruktur und der zentralen Lage in der Nähe von Erfurt zu den wirtschaftlich stärksten Landkreisen in Ostdeutschland. Mit der Anbindung an zwei Bundesautobahnen ist der Kreis perfekt vernetzt und bietet Unternehmen sowie Fachkräften optimale Bedingungen. Die TU Ilmenau sorgt für eine hohe Innovationskraft und bietet zugleich qualifizierten Nachwuchs, während das Industriegebiet Erfurter Kreuz als Wirtschaftsstandort zahlreiche Arbeitsplätze und Karrierechancen vorhält. So ist der Ilm-Kreis nicht nur ein attraktiver Ort zum Leben, sondern auch ein Zentrum für wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung. Fun-Fact: Der geografische Mittelpunkt von Thüringen befindet sich im kleinen Dorf Rockhausen im Ilm-Kreis.
Im Ilm-Kreis gibt es zahlreiche Bildungseinrichtungen für Kinder. Es gibt 5 Kinderkrippen und 62 Kindergärten, die die frühe Förderung übernehmen. Für die schulische Ausbildung stehen 23 Grundschulen, 8 Regelschulen, 3 Gymnasien und 3 Gemeinschaftsschulen zur Verfügung. Zudem gibt es 4 Förderzentren, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern mit Förderbedarf eingehen. Das vielfältige Bildungsangebot gewährleistet eine umfassende und individuelle Unterstützung der Kinder. Fun-Fact: Der bekannte Musiker Clueso wuchs im kleinen Ort Ichtershausen im Ilm-Kreis auf. Das Leben in dieser idyllischen Region ist demnach sehr inspirierend.
Der Ilm-Kreis bietet eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, was ihn trotz seiner ländlichen Lage zu einem attraktiven Standort macht. Zentrale Lage und hervorragende Verkehrsanbindungen zeichnen den Kreis aus: Direkt am Autobahnkreuz der A4 und A71 gelegen, ist die Landeshauptstadt Erfurt in nur etwa 25 Minuten mit dem Auto oder Zug erreichbar. Erfurt selbst verfügt über ein ICE-Drehkreuz, von dem aus schnellere Verbindungen nach Berlin oder München möglich sind – in nur 2,5 Stunden kann man mit dem Zug von Arnstadt in die großen Städte reisen. Auch die Bahnverbindungen innerhalb des Ilm-Kreises sind gut ausgebaut. Die Bahnhöfe Arnstadt und Ilmenau sind wichtige Verkehrsknotenpunkte und bieten Anbindungen an die Regionalbahnen und Deutsche Bahnen, wodurch größere Städte wie Erfurt, Weimar und Jena problemlos erreicht werden können. Diese Bahnverbindungen sind besonders für Pendler von Vorteil, die eine schnelle Verbindung in nahegelegene Städte wünschen. Das öffentliche Busnetz im Ilm-Kreis ergänzt das Verkehrssystem und sorgt für die Vernetzung kleinerer Orte mit größeren Städten und Nachbargemeinden. Regelmäßige Regionalbuslinien verbinden die abgelegeneren Gebiete und ermöglichen es, viele Ziele ohne ein eigenes Fahrzeug zu erreichen. Insgesamt bietet der Ilm-Kreis durch seine gute Anbindung an Bus und Bahn sowohl für Pendler als auch für Reisende eine komfortable und flexible Möglichkeit, sich innerhalb der Region und darüber hinaus zu bewegen. Zwar gibt es in den abgelegeneren Gebieten manchmal weniger häufige Verbindungen, doch insgesamt ist der Ilm-Kreis sehr gut aufgestellt, was den öffentlichen Verkehr betrifft. Per Auto ist die Stadt überregional über die Bundesautobahn 73 in nur 15 km Entfernung erreichbar. Der Autobahnzubringer, die Bundesstraße 4, ist z. T. als Kraftfahrstraße und als Umgehungsstraße ausgebaut und bindet an die Bundesstraße 89 an. Die B89 fungiert in Sonneberg als Umgehungsstraße, die 2010 fertiggestellt wurde und verbindet den westlichen, den östlichen und den nördlichen Landkreis. Sonneberg ist der zentrale Verkehrsknotenpunt im Landkreis mit zahlreichen Bundes-, Landes-, Kreis- und Ortsstraßen. Fun-Fact: Den größten Senftopf der Welt findet man wo? Im Ilm-Kreis! In der Nähe des Autobahnkreuzes A4/A7 ist ein etwa 3,5 Meter hoher Senftopf zu sichten.
Im nördlichen Ilm-Kreis lädt das Arnstädter Bachfest jedes Jahr zu Konzerten und Veranstaltungen rund um das Leben und Werk von Johann Sebastian Bach ein. Besonders beliebt sind auch das Stadtfest Arnstadt und Künste in Haus und Hof, bei denen Besucher in gemütlicher Atmosphäre die Stadt entdecken können. In Ilmenau sorgt die „Lange Nacht der Wissenschaft und Technik“ für spannende Einblicke in innovative Themen und lässt Wissenschaft und Unterhaltung auf besondere Weise verschmelzen. Auch die Festhalle Ilmenau ist ein wichtiger Veranstaltungsort für Konzerte und kulturelle Events. Für weitere kulturelle Ausflüge empfiehlt sich ein Besuch des GoetheStadtMuseums in Ilmenau, das spannende Einblicke in Goethes Zeit in der Region bietet, sowie des Museums Jagdhaus Gabelbach, das die Geschichte des Thüringer Waldes lebendig macht. In Arnstadt können Besucher das barocke Schlossmuseum erkunden und vom historischen Neideckturm die Blicke über Arnstadt schweifen lassen. Musikliebhaber sollten die Bachkirche nicht verpassen, in der der junge Johann Sebastian Bach einst als Organist wirkte. Ebenfalls sehenswert ist das Theater im Schlossgarten, das mit einem abwechslungsreichen Programm aus Schauspiel, Musik und Kleinkunst beeindruckt. Neben den kulturellen Veranstaltungen bietet der Ilm-Kreis auch zahlreiche Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Die Region ist durch den Ilmtal-Radweg und den Geraradweg ideal für ausgedehnte Radtouren, während Wanderer den Rennsteig nutzen können, um die wunderschöne Natur des Thüringer Waldes zu entdecken. Für sportliche Entspannung sorgen die Freizeitbäder des Ilm-Kreises, die zum Schwimmen und Erholen einladen. Wer es etwas actionreicher mag, kann sich auf den Downhill-Trail in Ilmenau wagen, der Mountainbikern jede Menge Spaß und Herausforderungen bietet oder am Rennwochenende „„bewegungsWELTEN mountainbiking“ mitwirken. Sportveranstaltungen haben im Ilm-Kreis eine lange Tradition. So finden regelmäßig Läufe wie der Arnstädter Citylauf, der Staffellauf „Rund um Arnstadt“ oder der Ilmenauer Osterlauf statt. Im Winter bietet der Ilm-Kreis ideale Bedingungen für Langlaufbegeisterte. In der näheren Umgebung bestehen zudem Möglichkeiten zum alpinen Skifahren. Rodeln sorgt für Spaß bei Groß und Klein, und als sportliche Highlights finden in der Nähe jedes Jahr die Biathlon-Weltmeisterschaften und Hundeschlittenrennen statt. Wer es weniger sportlich mag, entdeckt ein charmantes Kino in Ilmenau, geht Waldbaden oder lässt es sich in einem der vielen gemütlichen Lokale und Restaurants schmecken. Der Ilm-Kreis vereint also auf ideale Weise Natur, Kultur und Freizeitangebote und bietet für jeden Geschmack etwas – sei es für Sportbegeisterte, Kulturfreunde oder einfach für Menschen, die eine gute Zeit in einer wunderschönen Umgebung verbringen möchten. Fun-Fact: Arnstadt ist gefragt als Filmkulisse. Für die Kinder- und Jugendserie "Schloss Einstein“, den DEFA-Kinderfilm "Das Schulgespenst“, die Romanverfilmung "Das große Heft" und die Kinderserie "Weckschreck" wurde das schöne Arnstadt für Dreharbeiten genutzt.
Der Ilm-Kreis ist Heimat von etwa 1.100 Vereinen, die das gesellschaftliche Leben in der Region maßgeblich prägen. Diese beeindruckende Zahl unterstreicht das vielfältige Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Bereichen wie Sport, Kultur, Naturschutz und Sozialarbeit. Ärztinnen und Ärzte, die sich für eine Niederlassung im Ilm-Kreis interessieren, dürfen sich auf ein besonderes Unterstützungsangebot freuen: Die Arztlotsen des Ilm-Kreises stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Dieses engagierte Team begleitet Medizinerinnen und Mediziner auf ihrem Weg in die Region – individuell, persönlich und kompetent. Ob es um die Suche nach einer geeigneten Praxis, um Wohnmöglichkeiten, Vernetzungsmöglichkeiten mit Kolleginnen und Kollegen oder um familiäre Belange wie Kinderbetreuung oder Schulplätze geht – die Arztlotsen sind zentrale Ansprechpartner für alle organisatorischen und praktischen Fragen rund um das Ankommen im Ilm-Kreis. Fun-Fact: Lust auf Seifenkistenrennen, Kneipenquiz und Bierathlon? Seit ca. 50 Jahren organisieren die Studenten der Technischen Universität Ilmenau beliebte Veranstaltungen – mittlerweile über den Bergzeit e.V..
Die Arztlotsen des Ilm-Kreises spielen eine zentrale Rolle im Netzwerk zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten. Nach der ersten Kontaktaufnahme erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern aller Regionen des Ilm-Kreises. Das können beispielsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilungen Wirtschaftsförderung der Städte oder die (Ortsteil-) Bürgermeister/innen sein. Die Stadt Ilmenau bietet Ärztinnen und Ärzte, die sich in der Region niederlassen möchten, eine finanzielle Unterstützung durch ein Förderprogramm an. In der Förderrichtlinie der Stadt Ilmenau werden Ärzte in den ersten 12 Monaten ihrer Niederlassung mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 10.000 Euro unterstützt. Die Förderung dient zur Deckung laufender Kosten wie Miete, Personalkosten oder Fortbildungen und ergänzt bestehende Förderprogramme des Freistaats Thüringen. Voraussetzung ist, dass die Praxis für mindestens fünf Jahre in Ilmenau betrieben wird. Fun-Fact: Nicht nur Arztlotsen können netzwerken, auch die über 150 km langen Radwege und mehr als 1200 km Wanderwege vernetzen den Ilm-Kreis.